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Die Geschichte der Insel Rügen

Geschichte der Insel Rügen

Die Insel Rügen hat eine lange bewegte Geschichte, die bis auf das 3. Jahrhundert zurückgeht.

In der Zeit zwischen dem 3. und dem 6. Jahrhundert haben die Rugier, die zunächst hier lebten, die Insel verlassen, um in den Süden zu ziehen. Es sind nur wenige Rugier zurückgeblieben, sodass die Insel beinahe menschenleer war. Erst durch die Einwanderung der Rannen, welche zwischen dem 7. und dem 13. Jahrhundert stattfand, nahm die Bevölkerungsdichte Rügens wieder zu. Zur selben Zeit wurde auf dem Rugard bei Bergen eine Slawenburg errichtet.

Die ersten schriftlichen Erwähnungen zur Insel Rügen gab es bereits im 10. Jahrhundert. Getätigt wurden diese Aufzeichnungen durch den Chronisten Adam von Bremen.

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Eroberung der Insel durch die Dänen

Im Jahr 1168 eroberten die Dänen die Insel Rügen und die sogenannte Christianisierung begann. Nur wenige Jahre später, im Jahr 1193, wurde das erste Zisterzienserrinnenkloster gegründet, und zwar in Bergen. Die dazugehörige Marienkirche gilt als ältester noch erhaltener Sakralbau der Insel.

Herzogtum-Pommern-Wolgast

Im Jahr 1325 eroberte das Herzogtum Pommern-Wolgast die Insel Rügen.

Es dauerte noch gut drei Jahrhunderte, bis nach der Stadt Garz auch Bergen das Stadtrecht auf der Insel Rügen erhielt. Dies geschah im Jahr 1613. Durch einen enormen Brand im Jahr 1621 wurden jedoch große Teile der Stadt Bergen zerstört.

Erneute Besetzung und Verwüstung

In den Jahren 1627 bis 1631 wurde die Insel von den Schweden, den Dänen und auch von den Truppen Wallensteins eingenommen. Sie plünderten und verwüsteten die wunderschöne Insel. Ab dem Jahr 1637 stand die Insel nun für einige Zeit unter schwedischer Herrschaft. Im sogenannten Westfälischen Frieden im Jahr 1648 wurde Rügen offiziell nach Schweden anerkannt.

Erst im Jahr 1715, in dem der nordische Krieg stattfand, wurden die Schweden geschlagen. Bis dahin wurden große Teile der auf Rügen lebenden Bevölkerung zur Leibeigenschaft gezwungen. Aufgehoben wurde diese erst im Jahr 1774.

Bau des ersten Leuchtturms

Im Jahr 1810 wurde die Stadt Putbus gegründet, und zwar durch Wilhelm Malte I. Wenige Jahre später, im Jahr 1815, gehörte Rügen dann zu Preußen.

Der erste Leuchtturm der Insel wurde im Jahr 1826 auf Arkona errichtet. Zur selben Zeit wurden die Seewege und die Infrastruktur erstmals aktiv ausgebaut, sodass im Jahr 1844 die erste Fabrik in Sassnitz eröffnet werden konnte. Produziert wurde dort Schlämmkreide.

Um den Fortschritt voranzutreiben, wurde im Jahr 1883 die Eisenbahnstrecke eröffnet, die die Städte Stralsund, Altefähr und Bergen miteinander verbindet. Nur wenige Jahre später, im Jahr 1895, wurde die Kleinbahn zwischen Putbus und Binz in Betrieb genommen. In den darauffolgenden zehn Jahren wurden zudem eine Dampferlinie und eine Eisenbahn-Fähre zwischen Sassnitz und Trelleborg eröffnet.

Ein weiterer Meilenstein der Geschichte Rügens geht auf das Jahr 1936 zurück, denn in diesem wurde der Rügendamm fertiggestellt. Dieser verband damals die Insel mit dem deutschen Festland. Die Freude hielt jedoch nur kurz, denn der Damm wurde im Jahr 1945 auf Veranlassung eines deutschen Kommandeurs gesprengt und hierdurch nahezu vollständig zerstört. Zuvor waren auch schon die Hafen- und Bahnanlagen in Sassnitz zerbombt worden.

Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg

Ab dem Jahr 1949 ging es mit der Insel Rügen wieder bergauf. In Sassnitz entstand das Fischkombinat. Nur zehn Jahre später starteten zum ersten Mal die Störtebeker Festspiele, die noch heute jedes Jahr auf der Naturbühne Ralswiek ausgetragen werden und Touristen aus der ganzen Welt anlocken, nachdem sie sich im Jahr 1993 endgültig etabliert hatten.

Weitere Fortschritte erzielte die Insel durch die Inbetriebnahme der Hochseefunkanlage „Rügen-Radio“ im Jahr 1964 und durch verschiedene Ferienlager, die ab dem Jahr 1972 in Binz und anderen Orten auf Rügen entstanden sind. Nur wenige Jahre später entstand in Mukran der Güterfährhafen.

Ein weiteres Highlight für alle kulturell Interessierten ist das Theater Putbus, welches im Jahr 1998 endlich wieder eröffnet wurde.

Rügen ab dem Jahr 2000

Der Tourismus nahm auf der Insel einen immer größeren Stellenwert ein. So wurde im Jahr 2004 das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl eröffnet, welches heute verschiedene Attraktionen für Groß und Klein bietet.

Um den Verkehr besser zu leiten und die Insel optimal mit dem Festland zu verbinden, wurde im Jahr 2007 die langersehnte Rügenbrücke fertiggestellt.

Im Jahr 2009 eröffnete zum ersten Mal das Rügener Sandskulpturen-Festival, und zwar in Binz.

Die Schönheit der Insel Rügen wird seither unter anderem durch die UNESCO geschützt. So gehört beispielsweise der auf der Insel Jasmund befindliche Buchenwald zum Weltnaturerbe.

Um auch die Jugend weiter anzusprechen, wurde im Jahr 2011 die längste Jugendherberge der Welt eröffnet, und zwar in Prora. Ebenfalls in Prora wurde im Jahr 2013 das Naturerbe Zentrum Rügen eröffnet, welches unter anderem durch seine Erlebnisausstellung sowie durch den Baumwipfelpfad Bekanntheit erlangte. Weiteren Schutzstatus durch die UNESCO hat zudem das Biosphärenreservat Südost-Rügen.

Im Nationalpark Jasmund wurde im Jahr 2016 das UNESCO-Welterbeforum eröffnet.

Ein absolutes Highlight aus der Geschichte Rügens geschah erst kürzlich, im Jahr 2018. Ein Silberschatz, der vor allem Münzen beinhaltete, wurde ausgegraben. Er lag in der Nähe von Schaprode versteckt und soll vom damaligen dänischen König Harald Blauzahn (910 – 987 n. Chr.) stammen.